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Platinpreis

Charts und Preise von Platin

Platinpreis



Platin ist ein schweres, grau-weißes Edelmetall. Es ist äußerst korrosionsbeständig und wird zur Herstellung von Schmuck, Fahrzeugkatalysatoren, Laborgeräten und Zahnimplantaten verwendet. Es gehört zu den teuersten Edelmetallen der Welt, je nach Marktlage erzielt es höhere Preise als Gold.


Geschichte des Platinpreises


Platin galt lange Zeit als wertloses Begleitmaterial von Gold und anderen Edelmetallen. Es hat jedoch ein spezifisches Gewicht ähnlich von Gold und wurde deshalb zum Verfälschen von Gold benützt. Aus diesem Grund erließ die spanische Regierung im 17. Jahrhundert ein Exportverbot von Platin aus ihren südamerikanischen Kolonien und erwog sogar sämtliche Platinreserven im Meer zu entsorgen um der Fälscherei beizukommen.

Im 19. Jahrhundert führten große Gold- und Platinfunde im Ural dazu, dass die russische Regierung eigene Platinmünzen prägen lies. Diese waren jedoch äußerst unbeliebt, da sie zum einen leicht mit Silbermünzen verwechselt werden konnten, andererseits der Nennwert der Münze den Materialwert bei weitem überstieg. Die Platinmünze wurde schließlich wieder aus dem Verkehr genommen und bleibt bis heute die einzige für den allgemeinen Geldverkehr vorgesehene Umlaufmünze aus reinem Platin welche von einem Staat ausgegeben wurde.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Anwendungen in der Industrie für das Edelmetall gefunden. Die Nachfrage und damit der Preis begannen nun deutlich zu steigen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Platin erstmals teurer als Gold und wurde darüber hinaus zu einem beliebten Schmuckmetall, was die Nachfrage noch weiter anheizte.

Bis 1924 stieg der Platinpreis auf das Sechsfache des Goldpreises. Die Entdeckung riesiger Platinvorkommen in Südafrika und die damit einhergehende Angebotssteigerung lies den Preis jedoch wieder sinken, 1930 betrug er nur mehr das Eineinhalbfache des Goldpreises.

Der Platinpreis stieg mit Ende des zweiten Weltkriegs kräftig an, und sollte in den folgenden Jahrzehnten starken Schwankungen ausgesetzt sein. In Zeiten wirtschaftlicher Verunsicherung wie in den 80er Jahren stieg die Nachfrage nach Platin stark an, um später ebenso schnell wieder zu sinken. Im März 1980 erreichte der Kurs ein Hoch von 1045,00 US-Dollar je Feinunze, das Eineinhalbfache des Goldpreises. Bereits zwei Jahre später rutschte der Platinpreis auf 246,00 US-Dollar ab.


Platinpreis - Markmechanismen


Generell ist der Platinpreis starken Schwankungen unterworfen, Angebot und Nachfrage ändern sich ständig. Gut die Hälfte der Jahresproduktion von Platin wird zur Herstellung von Fahrzeugkatalysatoren verbraucht, womit die Nachfrage nach Platin stark von der Produktion der Automobilindustrie abhängt. Darüber hinaus ist der Platinmarkt im Vergleich zum Goldmarkt wesentlich kleiner und damit viel anfälliger für Kursschwankungen, wodurch das Edelmetall für Spekulanten durchaus attraktiv wird.


Platin als Geldanlage

Platin kann wie Gold als Barren oder Anlagemünzen erworben werden. Eine Investition kann auch über Wertpapiere in Form von Zertifikaten oder Fonds erfolgen.
Platin ist deutlich härter und mechanisch belastbarer als Gold und lässt sich auch in Reinform für teuren Schmuck oder Schreibfedern verwendet. Darüber hinaus werden Anlagemünzen wir der Platinum Candadian Maple Leaf, der American Platinum Eagle, der Koala, der Panda oder der Platin Noble ausgegeben. Platin als Geldanlage ist jedoch eher etwas für risikofreudige Anleger, da der Platinpreis starken Schwankungen unterliegt.