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Kupfer

Das Metall in fast jedem Schmuckstück

Kupfer - Geschichte und Bedeutung bei der Schmuckherstellung

 

Menschen schmückten sich schon vor tausenden von Jahren gerne. Nach Körperbemalung kam Schmuck aus Muscheln, Schneckenhäusern, Knochen, Steinen und anderen Materialen aus der Natur. Kupfer dürfte das erste Metall gewesen sein, das zur Erzeugung von Schmuck verwendet wurde. Aus der Jungsteinzeit sind Schmuckstücke aus Kupfer bekannt.
Die Zeit zwischen der Jungsteinzeit und der Bronzezeit nennt man Kupfer(Stein)Zeit, zurückreichend bis etwa 7.500 vor Christus. Eine weiträumige Verwendung vermutet man ab etwa dem 5. Jahrtausend vor Christus. Ab 4.000 vor Christus ist sogar so etwas wie eine Massenproduktion aus Jordanien bekannt.

Der Name Kupfer kommt von ars cyprium, was Erz aus Zypern bedeutet. Im Altertum wurde Kupfer in Zypern gewonnen. Die größten Kupfervorkommen sind heute in Chile, China und Peru. Kupfer ist auch ein lebensnotwendiges Spurenelement. Der tägliche Bedarf beträgt 1 bis 1,5 mg. Es ist unter anderem in Schokolade, Leber und Getreide enthalten. Das Metall Kupfer ist ein besonders guter Strom- und Wärmeleiter und wird unter anderem auch zur Erzeugung von Elektro-Drähten verwendet. Dächer aus Kupfer sind auf vielen alten Schlössern und Kirchtürmen zu sehen. Diese Dächer leuchten nicht in der bekannten rot-goldenen Farbe des Kupfers, da sich mit der Zeit eine grünliche Patina entwickelt, die man auch "Grünspan" nennt.

Im Kunsthandwerk wurden schon immer schöne Ziergegenstände aus Kupferblech angefertigt. Derzeit sind Lampenschirme und ähnliches aus Kupfer in Mode. Ihr Design ist einfach und glatt, damit die schöne Farbe zur Wirkung kommt.

Kupfer ist außer Gold das einzige farbige Metall und wird für die Schmuckerzeugung kaum in seiner reinen Form verwendet. Es ist jedoch ein wichtiges Legierungsmetall. Die Legierung aus Kupfer und Zink ergibt Messing, aus Kupfer und Zink wird Bronze.
Gold und Silber sind Edelmetalle, Kupfer ist ein Halbedelmetall.
Kupfer ist weich, zäh und dehnbar, es lässt sich leicht formen und löten. Es ist also ein ideales Material für vielerlei Verarbeitung, auch für die Schmuckerzeugung. Wenn Schmuckstücke vergoldet oder versilbert sind, ist sehr oft Kupfer das Material, aus dem der Gegenstand ursprünglich erzeugt ist. Das Verfahren zum Veredeln nennt man Galvanisieren. Schmuckstücke aus Roségold sind nach wie vor im Trend. Diese schönen Farbtöne entstehen durch größere Beimengung von Kupfer zu Gold oder Silber.

Es gibt allerdings auch Schmuckstücke, die nur aus Kupfer bestehen. Sie werden dann meist mit einer schützenden Schicht gegen das das Anlaufen und Abfärben überzogen. Kupferarmreifen, die nicht behandelt sind, sagt man heilende Wirkung nach, die aber nicht nachgewiesen ist.