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Diamanten Politur

Die Erschaffung der perfekten Oberfläche

Test

Polierung von Diamanten

Erscheinungsbild und Wirkung eines Diamanten werden nicht unwesentlich durch die Polierung bestimmt. Dementsprechend fließt sie bei einer Expertise in Beurteilung und Bewertung mit ein. Aus Symmetrie und Polierung resultieren das Feuer und die Brillanz des Steins. Fehler bei der Polierung beeinträchtigen die Strahlkraft und können gegebenenfalls zu Wertminderungen führen.




Strahlende Schönheit


Als Erfinder des Diamantschliffs gilt Lodewijk van Bercken, ein flämischer Diamantschneider und Erfinder, der in Antwerpen arbeitete. In der Mitte des 15. Jahrhunderts gelang es ihm, Diamanten mit Hilfe einer Diamant-Schleifscheibe, Olivenöl und Diamantpulver zu schleifen und zu polieren.
Bereits damals wurden seine Fähigkeiten von den Oberen geschätzt. Karl der Kühne ließ ihn unter anderem den Sancy bearbeiten: Dieser 55,23-karätige Stein zählt bis heute zu den berühmtesten Diamanten der Welt.

Seit Jahrhunderten wurde diese Technik im Wesentlichen unverändert genutzt: Eine mit Diamantpulver beschichtete Stahlscheibe (Scaife) wird in Rotation versetzt, der Rohdiamant darauf gepresst. Diamant poliert auf diese Weise Diamant. Während des Reibens entsteht auf der Oberfläche der Kristalle eine nanometerdünne Schicht. Durch den Sauerstoff der Luft wird diese angeätzt und oxidiert. Pro Ansetzen des Diamanten erfolgt ein Abtrag von circa einer Atomlage.

Die Oberflächen lassen sich in bestimmter Richtung leicht, in anderer schwer polieren. Man spricht von weicher und harter Richtung. Das Polieren in harter Richtung führt zum Herausbrechen von Splittern und erzeugt so Schrammen, Risse und Brechungen, die die Qualität der Oberfläche beeinträchtigen.



Vom Rohdiamanten zum Brillanten


Die Polierung (Finish) steht in einer langen Reihe von Arbeitsgängen, die den wenig ansehnlichen, rohen Naturstein in einen blitzenden Diamanten verwandeln. Nach dem Spalten, Sägen, Reiben und Schleifen folgt zum Abschluss der Bearbeitung des Steins die Polierung.

Der gespaltene oder gesägte Edelstein wird mit einem Arbeitsdiamanten gerieben und erhält so seine Form. Während dieses Prozesses entsteht die Rundiste – eine feine Linie, die Ober- und Unterteil trennt. An der Rundiste können natürliche Kristallflächen bestehen bleiben, die als Identitätsmerkmale erfasst werden.

Schleifen und Polieren erfolgen auf derselben Scheibe. Die Facetten werden in bestimmten Winkeln angelegt und anschließend poliert. Zum Schleifen und Polieren wird eine Paste aus Diamantstaub genutzt. Diamant selbst ist so hart, das er nur durch einen anderen Diamanten geschliffen werden kann.

Nach dem Schliff wird jede einzelne Facette poliert. Dabei kann es zu Kratzern, Streifen, Brennspuren und Schrammen kommen. Diese führen – ebenso wie raue Stellen – zu einer Herabstufung bei der Bewertung der Polierung, die unter Umständen die Graduierung des gesamten Schliffs beeinträchtigt.




Die Polierung eines Diamanten wird in den Zertifikaten zusammen mit der Symmetrie unter der Bezeichnung Finish in einer Skala von „Excellent“ bis „Poor“ erfasst. Sie hat Einfluss auf das äußere Erscheinungsbild und den funkelnden Glanz, das Feuer, des Diamanten. Die ebenmäßige, glatte Oberfläche jeder einzelnen Facette steht für eine qualitativ hochwertige Arbeit. Eine präzise Polierung trägt entscheidend zum Gesamteindruck bei.